Copyright by Ev. Kirchenkreis Dinslaken M E L D U N G E N
Meldungen AUGUST 2018
Antje Reichow, die neue Pfarrerin der JVA Dinslaken, stellt sich vor Jesus Christus spricht: „Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.“ (Matthäus 25,36) Mein Name ist Antje Reichow, und seit dem 01. Februar 2018 bin ich als Pfarrerin in dem Frauengefängnis Dinslaken tätig. Mit meinen 61 Jahren blicke ich bereits auf ein erfülltes Berufsleben in unterschiedlichen Arbeitsfeldern unserer Kirche zurück. Doch dass ich noch einmal in einem so herausfordernden und interessanten Arbeitsfeld wie in der Gefängnisseelsorge meinen Dienst tun darf, lag außerhalb meiner Vorstellungskraft. Nach einem halben Jahr kann ich sagen, die Arbeit und das Leben mit den inhaftierten Frauen macht mir große Freude. Gottesdienste in anderen Formen, der anschließende Kirchenkaffee aus Pappbechern in lockerer Atmosphäre, die seelsorgliche Begleitung vieler Frauen durch ihre Krisen im Rahmen der Haftzeit, meine Begleitung einzelner Frauen zu Gerichtsterminen, eine äußerst lebendige und kreative Gruppenarbeit und regelmäßige Workshops fordern und beglücken mich zugleich. Gesprächsrunden mit den Frauen zu Themen wie „Wer und was hält mich im Leben?“, „Was bedeutet für mich Frieden?“, „Was ist Verrat?“, „Wo beginnt die Lüge?“ „Was ist ehrlich?“ sind ethisch spannend und eröffnen mir neue Einblicke in das Leben. Die Armut vieler inhaftierter Frauen, ihre Schicksale, ihr Scheitern und ihre Krankheiten berühren mich sehr, aber das möchte ich auch, mich berühren lassen, um dann seelsorglich für die Frauen da zu sein. Wenn ich also morgens ins Gefängnis gehe, tue ich das gerne. Wenn ich es abends wieder verlasse, atme ich tief durch und genieße die Freiheit.
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Antje Reichow, die neue Pfarrerin der JVA Dinslaken, stellt sich vor Jesus Christus spricht: „Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.“ (Matthäus 25,36) Mein Name ist Antje Reichow, und seit dem 01. Februar 2018 bin ich als Pfarrerin in dem Frauengefängnis Dinslaken tätig. Mit meinen 61 Jahren blicke ich bereits auf ein erfülltes Berufsleben in unterschied- lichen Arbeitsfeldern unserer Kirche zurück. Doch dass ich noch einmal in einem so herausfordernden und interessanten Arbeitsfeld wie in der Gefängnisseelsorge meinen Dienst tun darf, lag außerhalb meiner Vorstellungskraft. Nach einem halben Jahr kann ich sagen, die Arbeit und das Leben mit den inhaftierten Frauen macht mir große Freude. Gottesdienste in anderen Formen, der anschließende Kirchenkaffee aus Pappbechern in lockerer Atmosphäre, die seelsorgliche Begleitung vieler Frauen durch ihre Krisen im Rahmen der Haftzeit, meine Begleitung einzelner Frauen zu Gerichtsterminen, eine äußerst lebendige und kreative Gruppenarbeit und regelmäßige Workshops fordern und beglücken mich zugleich. Gesprächsrunden mit den Frauen zu Themen wie „Wer und was hält mich im Leben?“, „Was bedeutet für mich Frieden?“, „Was ist Verrat?“, „Wo beginnt die Lüge?“ „Was ist ehrlich?“ sind ethisch spannend und eröffnen mir neue Einblicke in das Leben. Die Armut vieler inhaftierter Frauen, ihre Schicksale, ihr Scheitern und ihre Krankheiten berühren mich sehr, aber das möchte ich auch, mich berühren lassen, um dann seelsorglich für die Frauen da zu sein. Wenn ich also morgens ins Gefängnis gehe, tue ich das gerne. Wenn ich es abends wieder verlasse, atme ich tief durch und genieße die Freiheit.
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